Eine der wohl nervenkitzelndsten Traditionen in Katalonien ist der Bau von Menschenpyramiden. Der Ursprung dieser Tradition stammt aus dem 18. Jahrhundert und hat sich zunächst in der Region von Tarragona entwickelt.
Im 20. Jahrhundert, besonders seit der Demokratisierung in den 80er Jahren, breiteten sich die Castells als Symbol für die eigenständige Kultur in ganz Katalonien aus. Heute fehlen sie auf keinem Stadtfest, und die besten Teams schaffen, mit Hilfe einer eindrucksvollen Organisation und Stützkonstruktion, die häufig an die 200 Personen zählt, bis zu 10 Stockwerke. Im November 2010 wurde die Tradition der Menschentürme zum Immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.